Zum Inhalt
Sie befinden sich hier:  Home  > Nützliches aus der Praxis  > Praktische Tipps

Nützliches aus der Praxis

Praktische Tipps

Welche Schnupfen-Formen gibt es?

Welche Schnupfen-Formen gibt es?

Von einem Schnupfen (Rhinitis) spricht man, wenn sich die Nasenschleimhaut entzündet, anschwillt und vermehrt Nasensekret ausgeschieden wird oder die Nase verstopft ist. Als Ursache kommen eine Erkältung und eine Allergie infrage.


Die Nase ist der am häufigsten entzündete Bereich der oberen Atemwege. Ein Schnupfen kann kurz dauernd (akut) oder lang anhaltend (chronisch) sein. Der akute Schnupfen beruht gewöhnlich auf einer Virusinfektion, kann aber auch durch Allergien und andere Ursachen hervorgerufen werden. Chronischer Schnupfen geht meist mit einer chronischen Nasennebenhöhlenentzündung einher.

Virusschnupfen:

Der akute Schnupfen einer Erkältung kann durch eine Vielzahl von Viren ausgelöst werden. Zu den Symptomen zählen eine laufende und/oder verstopfte Nase, Nasensekret im Rachenraum, Husten und leichtes Fieber. Die Verstopfung lässt sich durch Nasentropfen oder -spray mit Phenylephrin lindern. Durch diese Medikamente ziehen sich die Blutgefäße der Nasenschleimhaut zusammen. Sprays und Tropfen sollten nicht länger als drei bis vier Tage verwendet werden. Bei längerem Gebrauch schwillt die Nasenschleimhaut oft noch stärker an, sobald die Wirkung des Mittels nachlässt. Antibiotika helfen gegen Schnupfenviren nicht!

Allergischer Schnupfen:

Dieser wird durch eine Reaktion des körpereigenen Immunsystems auf einen Auslöser (Allergen) verursacht. Die häufigsten Allergene sind Hausstaub, Schimmelsporen, Pollen von Gräsern und Bäumen sowie Tierhaare und Federn. Zu den Symptomen zählen Niesen, eine laufende oder verstopfte Nase und juckende, tränende Augen. Für allergischen Schnupfen besteht häufig eine familiäre Veranlagung. Genauere Hinweise liefern Blutuntersuchungen und Hauttests (sog. Pricktest).


Die auslösende Substanz zu meiden, ist häufig nicht möglich. Kortisonhaltige Nasensprays lassen die Entzündungsreaktion zurückgehen. Antihistaminika tragen dazu bei, die allergische Reaktion und ihre Symptome zu mildern. Durch Spritzen langsam steigender Dosen des Allergens (Hyposensibilisierung) lässt sich eine anhaltende Toleranz gegenüber manchen Allergenen erzielen. Allerdings dauert diese Behandlung Monate bis Jahre. Antibiotika sind bei allergischem Schnupfen nicht wirksam.

Atrophische Rhinitis:

Dieses ist eine Sonderform der chronischen Rhinitis. Die Schleimhaut wird dünner (atroph) und verhärtet sich, wodurch sich die Nasengänge weiten und austrocknen. Die normalen Schleimzellen mit haarähnlichen Fortsätzen werden durch normale Hautzellen ersetzt. Die atrophische Rhinitis kann sich nach einer Nebenhöhlenoperation entwickeln, bei der ein erheblicher Anteil der Strukturen und der Schleimhaut in der Nase entfernt wurden. Auch eine lang anhaltende bakterielle Infektion der Nasenschleimhaut kommt als Ursache infrage.


Es bilden sich Krusten oder Borken in der Nase, außerdem entsteht ein unangenehmer Geruch. Neben wiederholtem Nasenbluten kann der Geruchssinn verloren gehen (Anosmie).


Die Behandlung soll die Borkenbildung verringern, den Geruch beheben und Infektionen beseitigen. Antibiotika wie Bacitracin, die als Salbe in die Nase gestrichen werden, töten Bakterien ab. Vitamin A und D, eingenommen oder eingesprüht, können die Verkrustung regulieren, indem sie die Schleimabsonderung fördern.


Auch Antibiotika zum Einnehmen oder Spritzen können hilfreich sein. Die Nasenwege chirurgisch zu verengen, kann die Verkrustung herabsetzen, weil die verminderte Luftzufuhr dem Austrocknen der dünneren Schleimhaut vorbeugt.

Sitz der Nebenhöhlen

Die Nebenhöhlen sind Hohlräume in den Knochen rund um die Nase. Die zwei Stirnhöhlen liegen unmittelbar über den Augenbrauen. Die beiden Kieferhöhlen befinden sich in den Wangenknochen, das Siebbeinlabyrinth beiderseits der Nasenhöhlen. Die beiden Keilbeinhöhlen (nicht abgebildet) sitzen hinter den Siebbeinzellen.


Publikationsdatum:   05.08.10
Datum geändert:  14.06.11
 
 

Wir über uns

Dr. med. Andreas Färber

Innere Medizin
Alle Kassen

SchwerpunkteMehrKontakt



Diese Website ersetzt keinen Arztbesuch!