Nützliches aus der Praxis
Praktische Tipps
Vitamin E – auf die Menge kommt es an!

Vitamin E ist ein Antioxidans: Es schützt Zellen vor der Schädigung durch freie Radikale, die sehr reaktionsfreudige Nebenprodukte des Zellstoffwechsels sind.
VITAMIN-E-MANGEL
Bei einer fettarmen Diät wird möglicherweise nicht genügend Vitamin E aufgenommen, da Pflanzenöle die Hauptquelle dieses Vitamins sind. Störungen der Fettaufnahme können ebenfalls das Risiko für einen Vitamin-E-Mangel erhöhen. Neugeborene Babys haben nur relativ kleine Vitamin-E-Reserven; darum besteht bei ihnen ein erhöhtes Risiko für einen Vitamin-E-Mangel.
Vitamin-E-Mangel tritt selten bei älteren Kindern und Erwachsenen auf. Zu den Symptomen können dann gegebenenfalls verminderte Reflexe, Schwierigkeiten beim Gehen, Verlust der Koordinationsfähigkeit und Muskelschwäche gehören.
Frühgeborene mit einem Vitamin-E-Defizit können an einer Form von Blutarmut erkranken, bei der die roten Blutkörperchen zerstört werden (hämolytische Anämie). Zu weiteren Krankheiten gehören Blutungen (Hämorrhagie) innerhalb des Gehirns und Retinopathia praematurorum, bei der sich die Blutgefäße in den Augen ungewöhnlich vergrößern.
Ein Vitamin-E-Mangel muss durch Gaben des Vitamins ausgeglichen werden.
VITAMIN-E-ÜBERDOSIERUNG
Hohe Dosen Vitamin E können das Risiko für Blutungen und einen blutigen Schlaganfall erhöhen. Dies gilt vor allem bei Menschen, die ein Mittel zur Hemmung der Blutgerinnung einnehmen. Gelegentlich treten bei Erwachsenen, die sehr hohe Dosen Vitamin E eingenommen haben, Muskelschwäche, Müdigkeit, Übelkeit und Durchfall auf.
Die Vitamin-E-Präparate sollten abgesetzt werden, bis sich der Spiegel normalisiert hat. Bei Blutungen müssen eventuell weitere Medikamente verabreicht werden, um die Blutungsneigung zu behandeln.








