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Arthrose, Arthritis

Schmerzmittel gegen Rheuma

Schmerzmittel gegen Rheuma

Die meisten Patienten mit Rheuma nehmen regelmäßig Schmerzmittel ein. Es ist wichtig, Informationen zur Wirkung, zur Einnahme und zu den Nebenwirkungen von Schmerzmitteln zu kennen.


Wie wirken Schmerzmittel?

  • Schmerzmittel (Analgetika) werden bei rheumatischen Erkrankungen eingesetzt, um das Schmerzen und Beschwerden zu lindern.
  • Es gibt sogenannte zentrale Analgetika, die direkt auf die Schmerzwahrnehmung im Gehirn wirken. Dem gegenüber stehen peripher wirksame Analgetika, die ihre Wirkung durch Hemmung von lokalen Botenstoffen direkt am entzündeten Gelenk entfalten.
  • Für die Behandlung von rheumatischen Schmerzen steht neben der physikalischen Therapie, wie Wasseranwendungen oder Wärme- bzw. Kältebehandlungen, eine Vielzahl von Schmerzmitteln zur Verfügung.
  • Die Auswahl des geeigneten Schmerzmittels sollte durch einen Arzt erfolgen. Für die Schmerzbehandlung gibt es ein internationales Stufenschema.
  • Die Medikamente zur Schmerztherapie teilt man in drei Gruppen ein. In der ersten Stufe werden die sogenannten Nicht-Opioid-Schmerzmittel wie Paracetamol, Acetylsalicylsäure, Ibuprofen, Diclofenac und Cox-2 Hemmer verordnet. Einige Schmerzmittel dieser Gruppe sind in geringer Dosierung ohne Rezept erhältlich. Die nächste Stufe umfasst die schwachen Opioide wie Tramadol. Als dritte Stufe stehen noch die starken Opioide wie Morphin zur Verfügung.

 

Wie müssen Schmerzmittel eingenommen werden?

  • Zunächst wird der Arzt ein Medikament für den Bedarfsfall verordnen und Ihnen sagen, wie oft Sie das Medikament täglich nehmen können.
  • Im Falle von rheumatischen Erkrankungen treten die Schmerzen meist regelmäßig auf. In solchen Fällen macht eine regelmäßige Einnahme des Schmerzmittels Sinn, um eine dauerhafte Schmerzfreiheit zu erreichen.
  • Es ist sehr wichtig, dass Sie die empfohlene Dosis und die Einnahmezeiten einhalten. Achten Sie darauf, Ihr Medikament in den vorgesehenen Abständen einzunehmen, um Schmerzen zu verhindern und eine Überdosierung zu vermeiden.
  • In manchen Fällen wird eine zusätzliche Bedarfsmedikation verordnet, die Sie nehmen können, wenn nach einer körperlichen Belastung neue Schmerzen auftreten.

Was ist bei der Kombination von zwei Schmerzmitteln zu beachten?

  • Sie sollten niemals ohne Absprache mit dem behandelnden Arzt zwei verschiedene Schmerzmittel zu sich nehmen.
  • Diese Medikamente können in Kombination unvorhersehbare Reaktionen hervorrufen, die lebensgefährlich sein können.

Welche unerwünschten Nebenwirkungen haben Analgetika?

  • Die Einhaltung der vorgeschriebenen Dosis ist daher sehr wichtig. Eine Überdosierung der zum Großteil rezeptfreien peripher wirksamen Analgetika kann lebensgefährlich sein.
  • Analgetika können in Ausnahmefällen Allergien hervorrufen.
  • Eine Schädigung der Magenschleimhaut und Magenschmerzen kommt relativ rasch bei einigen Substanzen vor.
  • Die zentralen Analgetika können Schläfrigkeit, Schwindel, Verstopfung und Übelkeit verursachen. Wenn diese Symptome länger als eine Woche anhalten sollten, müssen Sie rasch Ihren behandelnden Arzt kontaktieren. Diese Medikamente sind meist rezeptpflichtig. Die Einnahme wird Ihnen von Ihrem Arzt erläutert.
  • Wenn Müdigkeit zu den Nebenwirkungen eines verschriebenen Analgetikums gehört, dürfen Sie nicht selber Auto fahren und keine Arbeiten verrichten, bei denen Sie Maschinen bedienen müssen.

Warum muss das Schmerzmittel gewechselt werden?

  • Wenn ein Analgetikum nicht mehr ausreichend wirkt, weil beispielsweise die Erkrankung fortgeschritten ist, ist ein Medikamentenwechsel erforderlich. Es können dann Analgetika verschrieben werden, die auf andere Mechanismen des Schmerzes wirken oder solche, die stärker sind.
  • Ein Wechsel kann auch aufgrund von Nebenwirkungen notwendig werden.
  • In keinem Fall dürfen Sie ohne Rücksprache mit Ihrem Arzt das Analgetikum wechseln.

Die Verschreibung von Schmerzmitteln wird individuell auf jeden Patienten angepasst. Die vorgeschriebene Dosis und die Einnahmezeiten dürfen daher nie ohne ärztliche Empfehlung geändert werden.

Stand 08.2010

Publikationsdatum:   31.08.09
Datum geändert:  17.05.11
 
 

Wir über uns

Dr.med.Bösenecker und Kollegen

Hauptfachgebiet:
Allgemeinmedizin

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